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Datum:27.10.2021
Thema:Obsalim: Fütterungsbewertung anhand von Kuhsignalen. (Referent: Dr. med. vet. Christophe Notz, FiBL)
Ort:Betrieb von Thomas Schnider
Escherhein 4,
8717 Benken
Zeit:10:00 - 15:30
Mittagessen:Mittagessen aus dem Rucksack, ein Grill steht zur Verfügung.

Bei strahlendem Sonnenschein trafen sich am 5. September 2021 über 50 Mitglider aus der ganzen Schweiz zum IG Weidemilch Grillsonntag in Eschenbach, bei Priska und Hugo Jung.

Es war eine bunt gemischte Gesellschaft: Von den Weideprofis der ersten Stunde bis zu Familien, die erst wenige Wochen Mitglied der IG Weidemilch sind, waren alle vertreten. So entstanden interessante Disskusionen über Weidesysteme, Graswachstum und den eingesetzetn Rassen.

Die Kinder konnten sich über eine Risenauswahl von Trettraktoren und Spielgeräten freuen!

Nach dem gemeinsamen Mittagessen führte uns Hugo Jung noch über seinen Vollweidebetrieb.

Danke Priska und Hugo für die Gastfreunschaft und das gesponserte Dessert. Und danke allen Mitgliedern, dennen der Besuch der gelungenen Veranstaltung möglich war.

Der Präsident, Peter Trachsel

Mit grosser Freude und strammem Herzschlag betrachte ich meine Kühe wie sie aus dem Transporter steigen. Als würden sie sich freuen wieder Zuhause zu sein. 82 Tage waren sie in den Walliser Bergen. Mit ihrer Milch wurde bester Alpkäse produziert.

Da wir nicht wussten, wann genau unsere Kühe von der Alp zurück kehren haben wir die Futterkonservierung der Weideflächen gestafelt. Wir bestossen als erstes die ältesten Weiden. Das futter ist bereits 30 Tage alt, weshalb wir das Gras zuerst mähen und dann die Kühe auf die Weide treiben. So verhindern wir das die Kühe alles Gras zertreten und sommit grosse Futterverluste anfallen.

Zweimal täglich teilen wir eine frisch gemähte Portion Weidegras zu. So gross das sie dies gut auf fressen. Reste vom Tag zuvor werden leicht angewelkt auch gerne gefressen.

Um das gemeinsame Zusammensein und den Austausch untereinander zu fördern findet dieses Jahr der erste Grillsonntag statt.

Datum:05.09.2021
Themen:Es ist eine offene Veranstaltung ohne Rahmenprogramm, dafür gemütlich und mit der Familie.
Ort:Betrieb von Hugo Jung,
Oeggenringen, 6274 Eschenbach
Zeit:ab 11:00
Mittagessen:Jeder nimmt seine Verpflegung selber mit. Getränke können zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Grillmöglichkeit vorhanden.

Damit wir +/- wissen wie viele kommen, bitten wir um eine Anmeldung bis am Freitag 27. August 2021 an Peter Trachsel: 079/276 70 42 oder trachsel.peter@yetnet.ch.

Am 18. Juni früh morgens, wurden alle unsere Kühe auf die Alp transportiert. Als Vorbereitung auf die Trinkwasserinitiative und natürlich um Arbeitsspitzen zu brechen, verbringen unsere Kühe die folgenden drei Monate auf einer Alp im Wallis. Dadurch müssen wir kein Raufutter mehr zukaufen, was nicht mehr erlaubt gewesen wäre, wenn diese Initiative angenommen worden wäre.

Etwas Wehmut machte sich breit, als ich die Kühe am Morgen früh von der Weide geholt habe. Nach dem Melken wurden die Kühe direkt in den LKW geladen. Die Kühe stiegen problemlos in den Lastwagen. Der Abschied fällt mir schwer, mir wird bewusst, wie stark mir die Kühe ans Herz gewachsen sind.

Nach gescheitertem Ammenkuhversuch im letzten Jahr. Ziehen wir die Kälber wieder im Kindergarten auf. Die Kälber werden mit Joghurt-Milch getränkt sie trinken so zwischen 600 und 800 Liter Milch in vier Monaten. Sie erhalten ab dem ersten Tag Heu bester Qualität und natürlich Wasser von der Selbsttränke.

Nach vier Monaten werden die Kälber von der Milch abgewöhnt und kommen mit den Kühen auf die Weide. So lernen die Kälber bereits früh die Herde und an den Tagesablauf der Milchkuh kennen.

Die Männlichen Kälber sowie die Mastrassenkälber und die Aufzuchtkälber werden alle in der selben Gruppe gehalten. Die Aufzuchtkälber bleiben voraussichtlich bis zur Geburt auf Unserem Betrieb. Die Anderen werden als BIO Weidemastremonten mit etwa 200 kg verkauft.

Die letzten Wochen waren geprägt von starken Niederschlägen. Um die Koppeln vor Trittschaden zu schützen haben wir Unsere Kühe sogar für ganze drei Tage eingestallt und Silage gefüttert.

Um möglichst ohne Futterkonserven durch die Regnerischen Tage zu kommen hat sich folgendes Konzept bewährt:

Die Kühe kommen bei sehr nassen Bodenverhältnissen nur kurz auf die Weide. Damit die Kühe die Zeit auf der weide möglichst für das fressen nutzen, bleiben sie nach dem melken noch während drei Stunden im Stall. Diese Zeit nutzen sie um sich auszuruhen. Meist legt sich die ganze Herde gleichzeitig hin.

Im Weiteren legen wir grossen wert auf leichte Kühe, da sie weniger Trittschäden verursachen und weniger Futter für Ihren Erhaltungsbedarf fressen müssen als schwere Kühe.

In diesem Jahr wurde der Vorstand neu gewählt. Aufgrund der Amtszeitbeschränkung von 8 Jahren demissionierten die bisherige Präsidentin Silvia Stohler und Martin Bläsi als Beisitzer.

Neu steht Peter Trachsel aus Seon der IG Weidemilch vor. Im neu gewählten, motivierten Vorstand sind Anna-Barbara Moser, Adrian Streuli, David Bründler und Adrian Gerber vertreten.

Die IG Weidemilch vermittelt Basiswissen rund um die Produktion von Milch aus frischem Wiesenfutter. Dazu zählen Themen über optimale Wiesenbestände, betriebsangepasste Weidesysteme und deren Führung sowie Standortgerechte Weidegenetik.

Die Vielfalt der Weidebetriebe ist gross. Vom Bergbetrieb bis zum Talbetrieb im Ackerbaugebiet. Vom einfach und kostengünstig wirtschaftenden Vollweidebetrieb bis zum Hightech unterstützten Betrieb mit grosser Tier Zahl und moderner Robotertechnik sind alle vertreten. Züchter mit Kühen verschiedener Rassen, Reinzüchtungen und Kreuzungstiere, Milchkühe mit Hörnern und hornlose. Betriebe die erfolgreich Umtriebsweide, Portionenweide oder Kurzrasenweide betreiben.

Und alle verfolgen ein Ziel. Viel Weidegras während der Vegetationsperiode optimal und kostengünstig in Milch umzuwandeln.

Dank dem guten und regen Austausch der Mitglieder untereinander, wird interessierten Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter viel Wissen übermittelt. So profitieren Milchviehbetriebe, die ihren Weideanteil während der Vegetation steigern wollen und nach optimalen Lösungen für ihren Betrieb suchen, enorm von der Erfahrung langjähriger Weideprofis.

Vor gut vier Wochen starteten wir mit der Brunstbeobachtung. Bis auf zwei Kühe wurden alle Stierig. Die zwei welche keine Brunst gezeigt haben wurden vom Tierarzt untersucht. Diese sollten in den nächsten Tagen auch Stierig werden.

Somit können wir heute Dienstag dem 27. April mit dem Besamen der Kühe starten.