Springe zum Inhalt

Der Landwirt aus Inwil setzt seit mehr als zwei Jahrzehnten auf saisonale Abkalbung und eine konsequente Weidestrategie. Möglichst viel Milch soll dort entstehen, wo das Futter am günstigsten ist: auf der Weide.

Hier geht es zum ganzen Artikel der Bauernzeitung: «Das Weiden ist das, was mein Herz erfreut», sagt der Luzerner Urs Widmer

Urs Widmers Kühe sind zwei Tage lang auf der gleichen Koppel. Die Koppeln sind so gross gewählt, dass beim Heuen oder Güllen nicht zu viel Aufwand entsteht.
(Bild: Urs Widmer)

Der Artikel als pdf-Datei.

Anfangs Juli konnten wir bei bestem Wetter das Oekoheu in Rundballen pressen. Durch die trockene Witterung gab es einen unterdurchschnittlichen Ertrag. Zum Glück konnten wir noch einige Ballen von einem Biobetrieb aus der Nachbarschaft zukaufen. Somit müsste das Futter für die Galtzeit reichen.

Jetzt ist es auch bei uns zu trocken. Die Kühe können noch auf der Weide gefüttert werden, sie brauchen aber die ganze Fläche seit anfangs Juli. Somit konnten wir für den Winter kein Futter mehr konservieren. Es fehlt nun ein Futtervorrat für ca. 1.5 Monate. Als erste Massnahme verkauften wir sechs Kühe in den Schlachthof.

Auch die Milchleistung ist gesunken. Aktuell gib es pro Kuh 14.8 l bei 4.63 % Fett und 3.49 % Eiweiss.

Datum: Montag 12. Oktober bis Donnerstag 15. Oktober 2026
Thema: Zusammen mit Christoph Schmitter, besuchen wir interessante Weidebetriebe in Holland, pflegen den Austausch untereinander sowohl im fachlichen wie im geselligen.
...weiterlesen "Herbstreise in die Rhein-Maas-Ijssel Region"

Am 15. April begann die Besamungssaison. Die ersten drei Wochen wurden die Kühe und Rinder mit KB besamt. Während dieser Zeit hielten wir mehrere Male täglich Ausschau nach brünstigen Tieren , so konnten 42 von 45 Tieren belegt werden. Zum Einsatz kamen ca. 25 Dosen von Weidegenetikstieren. Wir kreuzten mit Kiwicross, Swissfleck (nur Vollweide/Bio), irischen Friesen und mit den IG-Weidemilchstieren Campus und Orion ein. So erreichen wir ausgeglichene Kühe mit einer gewissen Bemuskelung. Die restlichen Dosen stammen von Maststieren wie Angus und Limousin.

In der 4. Woche bekamen unsere Kühe Besuch vom Angusstier Nelio. Er bleibt ca. 8 Wochen in der Herde und nimmt uns einiges an Arbeit ab.